
Wäre die Kalorientheorie allein ausschlaggebend, dann wären alle Menschen, die wenig essen und sich ausreichend bewegen, schlank. Doch wie Millionen Menschen aus eigener Erfahrung wissen, ist das nicht der Fall. Warum aber fühlen sich so viele gezwungen, eine Diät zu beginnen? Warum nehmen wir überhaupt zu?
Die traditionelle Ernährungswissenschaft erklärt dies schlicht: Menschen essen zu viel und bewegen sich zu wenig. Diese Theorie klingt einleuchtend, ist aber unzureichend. Sie erklärt nicht, warum auch harte körperliche Arbeit nicht zwingend vor Übergewicht schützt, warum manche Menschen trotz sitzender Tätigkeit schlank bleiben oder warum Gewichtszunahme häufig erst mit zunehmendem Alter auftritt.
Die Rolle des Insulins im Stoffwechsel: Warum ein hoher Insulinspiegel dick macht
Obwohl häufig ein überschüssiger Kalorienkonsum als Hauptursache für Gewichtszunahme genannt wird, spielt das Hormon Insulin eine entscheidende Rolle. Insulin reguliert die Aufnahme von Glukose in die Zellen und beeinflusst die Speicherung von Fett. Ein dauerhaft hoher Insulinspiegel fördert die Fettspeicherung, während das Gegenspieler-Hormon Glucagon dazu dient, Energie freizusetzen.
Interessanterweise kann der Körper auch Kohlenhydrate in Fett umwandeln. Dies erklärt, warum fettfreie, aber stark kohlenhydrathaltige Lebensmittel ebenfalls zu Gewichtszunahme führen können. In den USA ist der Fettkonsum in den letzten Jahrzehnten gesunken, dennoch sind die Adipositasraten gestiegen – ein klares Indiz dafür, dass der Konsum von Zucker und einfachen Kohlenhydraten eine wesentliche Rolle spielt.
Kohlenhydratstoffwechselstörungen und ihre Folgen
Moderne Ernährungsgewohnheiten belasten die natürlichen Regulationsmechanismen des Blutzuckerspiegels erheblich. Dies kann zu Krankheiten wie Diabetes oder Hypoglykämie (Unterzuckerung) führen.
Besonders problematisch ist der übermäßige Konsum von einfachen Zuckern und hochglykämischen Kohlenhydraten wie weißem Mehl, Softdrinks oder Süßigkeiten. Diese führen zu einem schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels, woraufhin die Bauchspeicheldrüse große Mengen Insulin ausschüttet. Das Ergebnis: Ein abrupter Abfall des Blutzuckerspiegels, der Heißhungerattacken auslöst – und der Teufelskreis beginnt von vorn.
Symptome der Hypoglykämie
Menschen mit diesen Symptomen greifen oft reflexartig zu zuckerhaltigen Lebensmitteln, um sich kurzfristig besser zu fühlen. Dies führt jedoch nur zu einer erneuten Insulinüberschüssung und verstärkt die Problematik langfristig.
Menschen mit diesen Symptomen greifen oft reflexartig zu zuckerhaltigen Lebensmitteln, um sich kurzfristig besser zu fühlen. Dies führt jedoch nur zu einer erneuten Insulinüberschüssung und verstärkt die Problematik langfristig.
Insulinresistenz: Wenn der Körper nicht mehr richtig reagiert
Bei vielen Übergewichtigen kommt es zusätzlich zur Insulinresistenz. Das bedeutet, dass die Körperzellen weniger empfindlich auf Insulin reagieren, wodurch die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin produziert. Ein dauerhaft erhöhter Insulinspiegel verstärkt jedoch die Fettspeicherung und führt zu noch größerem Hungergefühl.
Moderne Ernährungsmuster, geprägt von Zucker, Fast Food und ständigem Snacken, halten den Insulinspiegel dauerhaft hoch. Dies erklärt, warum viele Menschen bereits in jungen Jahren oder erst im mittleren Alter an Gewicht zulegen – und warum einige trotz üppiger Mahlzeiten schlank bleiben, während andere zunehmen.
Wie kann man den Blutzuckerspiegel stabilisieren?
Um eine dauerhafte Gewichtszunahme zu vermeiden, sollte der Blutzuckerspiegel konstant gehalten werden. Folgende Maßnahmen helfen dabei:
Ein bewusster Umgang mit der Ernährung kann langfristig dabei helfen, den Stoffwechsel ins Gleichgewicht zu bringen und das Risiko für Diabetes und Adipositas zu senken.
Melde Dich bei mir : CellVit Stoffwechselpraxis www.cellvit.ch Telefon 062 544 65 15

